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Aktuelles

BIGS DrugS Kick-Off-Meeting and 1. Graduate Symposium 2017

6. Dezember 2017 - Das BIGS DrugS Kick-Off-Meeting für den neuen BIGS DrugS Jahrgang 2017 findet am 06.12.2017 statt, dieses Jahr erstmals zusammen mit dem BIGS DrugS Graduate Symposium.

Vorläufiges Programm - BIGS DrugS - Kick-Off-Meeting & 1st Graduate Symposium - 06.12.2017

Neues Mitglied im Pharma-Zentrum Bonn

26. Januar 2017 - Durch Beschluss des Zentrumsrates wurden Frau Prof. Dr. Tanja Schneiderals vollwertiges Mitglied in das Pharma-Zentrum aufgenommen.

Verleihung Bayer-Promotionspreise 2016

Die Doktoren Frau Elisabetta de Filippo (Betreuerin: PD Dr. Schiedel), Herr Wolfgang Krebs (Betreuer: Prof. Dr. Schultze) und Herr Antonio de la Vega de León (Betreuer: Prof. Dr. Bajorath) wurden im Jahr 2016 für einen Bayer-Promotionspreis für herausragende akademische Promotion auf dem Gebiet der Pharmaforschung und der Biomedizin ausgewählt. Die drei Preisträger wurden am 08. Mai 2017 im festlichen Rahmen im Pharmazeutischen Institut in Bonn mit dem mit je 1.500 € dotierten Bayer-Förderpreis ausgezeichnet. Herr Prof. Dr. Hanno Wild von der Bayer Pharma AG überreichte die Auszeichnungen an die NachwuchswissenschaftlerInnen. Unter den Gästen waren zudem die Promotionsbetreuer, KollegenInnen sowie Familienmitglieder der drei Preisträger.

Verleihung Bayer-Promotionspreise 2016_1

Jährlich verleiht die Bayer Pharma AG im Rahmen einer Kooperation mit dem Pharma-Zentrum Bonn und dem LIMES-Institut Bonn drei Bayer-Promotionspreise für exzellente Doktorarbeiten von NachwuchsforschernInnen der beiden Bonner Institute.

 Wir gratulieren Frau Dr. de Filippo, Herrn Dr. Krebs und Herrn Dr. de la Vaga de León zu ihrer Auszeichnung und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg für ihre wissenschaftliche Karriere.

Verleihung Bayer-Promotionspreise 2016_2

Verleihung Bayer-Promotionspreise 2016_3

Verleihung Bayer-Promotionspreise 2016_4

 

Preis für Pharma-Technik-Preis 2014 für Dr. Anne Seidlitz

13. Juli 2015 - Dr. Anne Seidlitz erhielt im Pharmazentrum der Universität Bonn aus den Händen von Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH), den 1. Preis für Pharma-Technik 2014. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Pharmazeutischen Kolloquiums der Fachgruppe Pharmazie statt. Dr. Seidlitz bekam den vom Editio Cantor Verlag ausgelobten Preis für ihre Arbeit Dissolution Testing of Cardiologic Drug-eluting Medical Devices und ihre publizistische Tätigkeit auf dem Gebiet der Pharma-Technik. Der BAH dotiert den Preis mit 5 000 Euro.

150713 Preis für Pharmatechnik 2014

Das Foto zeigt von links nach rechts: Dr. Anne Seidlitz, Dr. Elmar Kroth

Dr. Seidlitz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pharmazie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu Greifswald, wo sie auch studiert hat und promoviert wurde. Sie beschäftigt sich seit Juli 2005 mit der Entwicklung von In vitro-Testsystemen zur Untersuchung der Wirkstofffreisetzung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht somit die interessante Kombination von Medizinprodukten und Arzneistoffen. Im Vergleich zu Arzneimitteln stellen die Medizinprodukte eine noch relativ neue Kategorie von Gesundheitsprodukten dar.

Nach einem Dank an das gastgebende Pharmazentrum begrüßte Dr. Kroth Preisträger und Gäste. In seiner Laudatio machte er noch einmal darauf aufmerksam, dass die Preisträger ein Art „Who is who“ der pharmazeutischen Technologie darstellen. Umso mehr erfreue es, dass mit Frau Seidlitz eine junge Wissenschaftlerin in diesen Kreis eingetreten sei.

Im Anschluss an die Preisübergabe bedankte sich Dr. Seidlitz für den Preis, über den sie sich sehr gefreut habe.

In ihrem Festvortrag präsentierte sie die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten zu Arzneistoff-freisetzenden Medizinprodukten für die Kardiologie, insbesondere die gesammelten Erfahrungen mit den von ihr entwickelten Hydrogel-basierten Freisetzungssystemen zur Simulation der in vivo-Bedingungen von Koronarstents. Obschon viele dieser Produkte mit potenten Arzneistoffen wie Sirolimus oder Paclitaxel beschichtet sind, stand bei ihrer Entwicklung die technische Funktion und nicht die Untersuchung des Freisetzungsverhaltens im Vordergrund. Daher wurde bei diesen Medizinprodukten die Freisetzung der Wirkstoffe bislang wenig untersucht. In ihrem Festvortrag fasste die Wissenschaftlerin Teile der von den Gutachtern ausgezeichneten Arbeit zusammen. Im Mittelpunkt standen verschiedene Ansätze zur in vitro-Freisetzungstestung solcher Darreichungsformen sowie die Untersuchung ausgewählter Parameter, die für die in vivo-Freisetzung relevant sein können. Besondere Aufmerksamkeit widmete Dr. Seidlitz der Simulation des Kontaktes des beschichten und entfalteten Stents mit dem umgebenden Gefäßgewebe. Es gelang ihr, durch die Verwendung von gelierten Systemen die Diffusion als den wichtigsten Mechanismus des Arzneistofftransports ebenso wie die räumliche Verteilung des freigesetzten Arzneistoffs nachzuweisen.

Mit ihren Arbeiten hat Dr. Seidlitz die Grundlage für weitergehende Untersuchungen gelegt, die zu einem vertieften Verständnis der Freisetzung von Wirkstoffen aus Medizinprodukten und damit zu einem optimalen Einsatz dieser Produkte in der Kardiologie führen werden.

Der Preis für Pharma-Technik ehrt jedes Jahr preiswürdige Arbeiten, die in unserer Zeitschrift pharmind oder in anderer Weise beim Editio Cantor Verlag publiziert und von einer Jury von drei ausgewiesenen Fachleuten der Pharmazeutischen Technik ausgewählt werden.

Innovationspreis 2015

23. April 2015 – Die Bonner Forschergruppen um Prof. Dr. Gabriele König (Pharma-Zentrum Bonn) und Prof. Dr. Achim Hörauf (Uniklinikum Bonn) haben in Köln den Innovationspreis 2015 der Deutschen Bioregionen erhalten.

Prof. Dr. Gabriele König und Prof. Dr. Achim Hörauf arbeiten gemeinsam an der Entwicklung einer Therapie gegen die lymphatische Filariose, einer tropischen Infektionskrankheit mit fadenförmigen Würmern. Ohne ausreichende therapeutische Behandlung führt diese Infektion zur sogenannten Elephantiasis und Flussblindheit. Die Erkrankung ist vor allem in den Tropen und Subtropen weit verbreitet: mehr als 200 Millionen Menschen sind bereits infiziert und das Infektionsrisiko wird auf über 1 Milliarde Menschen geschätzt.

Die Substanz Corallopyronin A verspricht ein wirksames Antibiotikum für die Behandlung dieser Infektionserkrankung zu sein. Gebildet wird Corallopyronin A von dem Bakterium Corallococcus coralloides. Die Experimente der Wissenschaftler konnten zeigen, daß die Substanz Corallopyronin A Bakterien der Gattung Wolbachia tötet, die essentiell für das Überleben der Würmer sind. Durch das Abtöten der Wolbachia-Bakterien können sich die Larven der Würmer nicht mehr zum ausgewachsenen Wurm entwickeln.

Bisher eingesetzte Therapien haben ein hohes Nebenwirkungspotential oder sind unwirksam aufgrund von Resistenzen. Daher bietet die Substanz Corallopyronin A einen vielversprechenden neuen Ansatz als eine zukünftige Therapieoption der lymphatischen Filariose.

Foto-Innovationspreis 2015

Foto: PROvendis GmbH

Der Innovationspreis 2015 wurde am 23.4.2015 in der Kölner Flora verliehen und ist mit 2.000 € dotiert. Das Foto zeigt die Preisträger (von links nach rechts): Dr. Till Schäberle, Prof. Dr. Gabriele König, Dr. Sarah Bouhired, Dr. Andrea Schiefer, Prof. Dr. Achim Hörauf.

Link zur Pressemitteilung

Neuroallianz Publication Award 2014

Drei herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet neurodegenerativer Erkrankungen ausgezeichnet

26. November 2014 - Für exzellente wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen verlieh der strategische Beirat des Neuroallianz-Konsortiums zum dritten Mal den „Neuroallianz Publication Award“ an junge Wissenschaftler. Die Preisträger sind Mitglieder im Neuroallianz-Konsortium, einem strategischen Zusammenschluss akademischer und industrieller Partner, der sich auf die Forschung und Entwicklung innovativer Diagnose- und Behandlungstechniken konzentriert. Das Ziel: neue Therapeutika und Diagnostika für neurodegenerative Erkrankungen von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Forschung und damit bis zum Patienten zu bringen. Das Biopharma-Unternehmen UCB stiftet als industrieller Hauptpartner des Konsortiums die Preise. Die Auswahl der eingereichten Publikationen erfolgte durch eine internationale Jury, bestehend aus Wissenschaftlern aus universitären und industriellen Bereichen, die den strategischen Beirat des Neuroallianz Konsortiums bilden. Stellvertretend für das Gremium verliehen Dr. Barbara Stegmann, Neuroallianz Konsortium-Manager und Vice President BioDev Strategic Projects, Biopharma Development Solutions bei UCB, sowie Dr. Bernward Garthoff, BIO.NRW, Mitglied des strategischen Beirats des Neuroallianz-Konsortiums am UCB-Standort in Monheim die Auszeichnungen.

In diesem Jahr wurde der Goldpreis in Höhe von 1.000 EUR für eine Doppel-Publikation zu folgenden Themen verliehen:

  • Structure of the human P2Y12 receptor in complex with an antithrombotic drug

und

Agonist-bound structure of the human P2Y12 receptor

Silberpreise in Höhe von jeweils 500 EUR gingen an zwei Arbeiten zu den Themen:

  • Different MicroRNA Profiles in Chronic Epilepsy Versus Acute Seizure Mouse Models und
  • 8-Benzyltetrahydropyrazino[2,1-f]purinediones: Water-Soluble Tricyclic Xanthine Derivatives as Multitarget Drugs for Neurodegenerative Diseases

Neuroallianz Publication Award 2014

Von links nach rechts:  Dr. Anita Kretschmann, Khalid Abnaof, Dr. Marijke van Rikxoort, Dr. Patrik Foerch, Dr. Jörg Hockemeyer, Dr. Andreas Brunschweiger, Prof. Dr. Christa Müller, Dr. Pierre Koch

Für Preisträger Dr. Andreas Brunschweiger von der Technischen Universität Dortmund ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern eine große Unterstützung: „Die vielfältigen und wertvollen Erfahrungen, die ich im Rahmen der Neuroallianz gemacht habe, gebe ich an meine Studenten weiter. Für mich als Wissenschaftler war es lehrreich festzustellen, dass es nicht ausreicht, bioaktive Substanzen zu synthetisieren. Vielmehr müssen – bis ein Wirkstoff auch im lebenden Organismus anwendbar ist - vielfältige komplexe Prozesse der Wirkstoffoptimierung durchlaufen werden.“

Dr. Barbara Stegmann: „Es ist spannend zu beobachten, wie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der akademischen und der Industrie-Partner immer intensiver und selbstverständlicher wird und wie das voneinander Lernen deutlich zunimmt. Das alles kommt den Projekten und damit letzlich den Patienten zugute.“

Für Dr. Bernward Garthoff dienen die Neuroallianz Publikationspreise nicht nur der Auszeichnung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten, sondern sind gleichzeitig ganz wesentlicher Ansporn für die jüngeren Wissenschaftler im Netzwerk. „Ohne exzellente Wissenschaft und die Kooperation mit umsetzenden Wirtschaftsunternehmen im Netzwerk kann es keinen medizinischen Fortschritt geben“, so Garthoff.

Die Preisträger des vom Biopharma-Unternehmen UCB unterstützten Neuroallianz Publikation Award 2014.

Über das Neuroallianz-Konsortium:

Das Neuroallianz Konsortium, eine 2009 gegründete Public-Private-Partnership, konzentriert sich auf die Forschung und Entwicklung innovativer Diagnose- und Behandlungstechniken, um die Behandlungsmöglichkeiten neurodegenerativer Erkrankungen zu verbessern. Das Konsortium ist ein strategischer Zusammenschluss von Vertretern öffentlich geförderter Forschungseinrichtungen, Biotechnologie- und pharmazeutischen Unternehmen. Sein Ziel ist die Übertragung innovativer Forschung in neue Therapeutika und Diagnosemethoden für eine frühe Feststellung und gezielte Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen. Akademische Partner des Neuroallianz Konsortiums sind: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, LVR-Klinikum Essen/ Universitätsklinikum Essen, Forschungszentrum Jülich GmbH und die Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V, Universitätsklinik Tübingen, Universität Göttingen, Helmholtz Zentrum Dresden-Rossendorf e.V., Universität Tübingen. Zu den Partnern aus der Industrie gehören UCB Pharma GmbH, IBL International GmbH, Life&Brain GmbH und Cube Biotech GmbH, Pharmacelsus GmbH, Piramal Imaging GmbH, ROTOP Pharmaka GmbH, TEVA-ratiopharm, Immungenetics AG, jung diagnostics GmbH.

Kontakt: Dr. Barbara Stegmann, Neuroallianz Consortium Manager, Vice President BioDev Strategic Projects, Biopharma Development Solutions, UCB BIOSCIENCES GmbH; Tel: +49-2173-48-1231; Barbara.Stegmann@ucb.com

Zu den Verfassern:

Gold-Preis:

Structure of the human P2Y12 receptor in complex with an antithrombotic drug. Journal Nature 2014, 509, 115-118. Kaihua Zhang*, Jin Zhang*, Zhan-Guo Gao, Dandan Zhang, Lan Zhu, GyeWon Han, Steven M. Moss, Silvia Paoletta,Evgeny Kiselev, Weizhen Lu, Gustavo Fenalti, Wenru Zhang, Christa E. Müller, Huaiyu Yang, Hualiang Jiang,Vadim Cherezov, Vsevolod Katritch, Kenneth A. Jacobson, Raymond C. Stevens, Beili Wu, Qiang Zhao.

Agonist-bound structure of the human P2Y12 receptor. Journal Nature 2014, 509, 119-122. Jin Zhang, Kaihua Zhang, Zhan-Guo Gao, Silvia Paoletta, Dandan Zhang, GyeWon Han, Tingting Li, Limin Ma, Wenru Zhang, Christa E. Müller, Huaiyu Yang, Hualiang Jiang, Vadim Cherezov, Vsevolod Katritch, Kenneth A. Jacobson, Raymond C. Stevens, Beili Wu, Qiang Zhao.

Silber-Preis:

Different MicroRNA Profiles in Chronic Epilepsy Versus Acute Seizure Mouse Models. Journal J Mol Neurosci, DOI 10.1007/s12031-014-0368-6, Online veröffentlicht am 31. Juli 2014. Anita Kretschmann, Benedicte Danis, Lidija Andonovic, Khalid Abnaof, Marijke van Rikxoort, Franziska Siegel, Manuela Mazzuferi, Patrice Godard, Etienne Hanon, Holger Froehlich, Rafal M. Kaminski, Patrik Foerch, Alexander Pfeifer.

Silber-Preis:

8-Benzyltetrahydropyrazino[2,1-f]purinediones: Water-Soluble Tricyclic Xanthine Derivatives as Multitarget Drugs for Neurodegenerative Diseases. Journal ChemMedChem 2014, 9, 1704-724. Andreas Brunschweiger, Pierre Koch, Miriam Schlenk, Felipe Pineda, Petra Kueppers, Sonja Hinz, Meryem Koese, Stefan Ullrich, Joerg Hockemeyer, Michael Wiese, Jag Heer, Christa E. Mueller.

Pharma-Technik-Preis 2013 für Professor Axel Kleemann

Bonn (18. November 2014) – Am 17. November 2014 erhielt Prof. Dr. Axel Kleemann im Pharmazentrum der Universität Bonn aus den Händen von Dr. Elmar Kroth, BAH-Geschäftsführer Wissenschaft, den 1. Preis für Pharma-Technik 2013. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Pharmazeutischen Kolloquiums der Fachgruppe Pharmazie statt. Prof. Kleemann erhielt den vom Editio Cantor-Verlag gestifteten Preis für seine Arbeit „Die Metamorphose der Pharmazeutischen Industrie“ und seine publizistische Tätigkeit auf dem Gebiet der Pharma-Technik. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird vom Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) verliehenen.

Prof. Dr. Axel Kleemann studierte Chemie in Frankfurt/Main. Seine Industriekarriere begann 1966 als Laborchemiker, bis 1987 leitete er die Forschung und Entwicklung in der Pharmasparte der Degussa AG. Von 1987 bis 2000 war er Vorstandsmitglied der ASTA Medica AG zuständig u.a. für Forschung, Technik, Qualitätssicherung und Arzneimittelsicherheit. Seit 1987 ist Prof. Kleemann Honorarprofessor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main.

141117 Preisverleihung Pharmatechnik 2013

Nach einem Dank an das gastgebende Pharmazentrum begrüßte Dr. Kroth Preisträger und Gäste. Er verwies darauf, 2014 sei in vieler Hinsicht das Jahr der Jubiläen, ganz bedeutend natürlich 25 Jahre Mauerfall, aber im Arzneimittelbereich auch der 60. Geburtstag des BAH und die 50. Preisverleihung für Pharmatechnik. Und schließlich verleihe der BAH 2014 den Preis zum 10. Mal.

Der vom Editio Cantor-Verlag in mehreren Kategorien gestiftet Preis ehrt jedes Jahr preiswürdige Arbeiten, die in der Zeitschrift „Die Pharmazeutische Industrie“ – kurz pharmind – oder in anderer Weise beim Verlag publiziert und von einer Jury von drei ausgewiesenen Fachleuten der Pharmazeutischen Technik ausgewählt wird.

Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Roth als langjähriger Weggefährte würdigte die Lebensleistung des Preisträgers. Prof. Roth hob neben den verschiedenen beruflichen Stationen, die u.a. zu zwei gemeinsam geschriebenen Büchern geführt haben, insbesondere den Humor und die Persönlichkeit von Prof. Axel Kleemann hervor.

Im Anschluss an die Preisübergabe bedankte sich Prof. Kleemann für den Preis, über den er sich sehr gefreut habe.

In seinem Festvortrag, der auf der als preiswürdig befundenen Publikation "Metamorphosis of the Pharmaceutical Industry" basierte, legte er die wichtigsten Trends in der Entwicklung der Arzneimittelindustrie der letzten Jahre dar. Im Gegensatz zu dem weiterhin dynamisch wachsenden Weltpharmamarkt zeigten die weltweit operierenden großen forschenden Unternehmen ("Big Pharma") in den letzten Jahren nur noch ein relativ schwaches Wachstum, bei einigen Unternehmen ging der Umsatz sogar stark zurück. Hauptgrund hierfür war das Auslaufen der Patentschutzfrist bei wichtigen Umsatzträgern der Unternehmen sowie Maßnahmen zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen, die viele Länder zwischenzeitlich ergriffen haben. Einigen großen Unternehmen ist es demgegenüber gelungen, insbesondere durch Integration von Biotechnologieunternehmen oder Erwerb entsprechender Produkte ihre Position im Pharmamarkt zu behaupten oder gar auszubauen. Prof. Kleemann warnte davor, im Zuge von Großfusionen zu viel Personal aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen abzubauen und auf diese Weise die Innovationsfähigkeit des neu gebildeten Unternehmens zu schwächen, und konnte dies anhand von eindrucksvollen Beispielen belegen. Zukunftsträchtiger seien seiner Meinung nach Strategien, die sich auf die Schließung wichtiger therapeutischer Lücken sowie Ansätze zur personalisierten Medizin konzentrierten. Hier sehe er für junge Absolventen aus den Bereichen Chemie und Pharmazie interessante neue Betätigungsfelder.

kro/hgs

Ticagrelor: Wissenschaftler der Universität Bonn klären den Wirkmechanismus des neuen Arzneimittels Ticagrelor auf.

2. September 2014 - Ticagrelor (Brilique®) wurde im Januar 2011 als neuartiger Thrombozytenaggregationshemmer zur Behandlung eines akuten Koronarsyndroms (instabile Agina pectoris, akuter Herzinfarkt) zugelassen. Dabei blockiert Ticagrelor ein membranständiges Protein, den P2Y12-Rezeptor, das auf Blutplättchen zu einer verstärkten Aggregation und damit zum Verschluss von Blutgefäßen führt. Andere Wirkstoffe wie Clopidogrel oder das neuere Prasugrel wirken erst nach vorherigem Umbau in der Leber und blockieren dann den P2Y12-Rezeptor irreversibel. Dies ist mit einer schlechten Steuerbarkeit der Wirkung verbunden.  Ticagrelor ist der erste zugelassene Inhibitor des P2Y12-Rezeptors, der das Protein direkt blockiert und so zu weniger starken Schwankungen zwischen zu schwacher und zu starker Wirkung führt. Dies stellt eine deutliche Verbesserung der Pharmakotherapie dar.

Nun wurde von Wissenschaftlern des Pharmazentrum Bonn im Institut für Pharmakologie und Toxikologie und in der Pharmazeutischen Chemie I der Universität Bonn der molekulare Wirkmechanismus dieses neuen Arzneistoffes aufgeklärt. Dr. Kristina Hoffmann, Prof. Dr. Ivar von Kügelgen und Prof. Dr. Christa E. Müller identifizierten zusammen mit Mitarbeitern die Wirkweise des Arzneistoffes am  humanen Rezeptorprotein und eine für die Wirkung wichtige Aminosäure. Die Ergebnisse helfen bei der Weiterentwicklung von Substanzen mit noch besseren Eigenschaften. Sie werden im international angesehen Journal of Thrombosis and Haemostasis unter dem Titel “Competitive mode and site of interaction of ticagrelor at the human platelet P2Y12-receptor” veröffentlicht.

Die Universität Bonn hat zu den Forschungsergebnissen eine Pressemitteilung veröffentlicht.

 

Mit Koffein gegen Morbus Alzheimer

23. März 2014 – Prof. Dr. Christa E. Müller und Dr. David Blum (Université Lille-Nord du France, Inserm U837, Lille, Frankreich) konnten mit ihren Forschergruppen erstmals zeigen, daß sich Koffein positiv auf Tau-Ablagerungen bei der Alzheimer Erkrankung auswirkt. Gefördert wurde das deutsch-französische Forschungsprojekt für zwei Jahre mit 30.000 € von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) und mit 50.000 € mit der französischen Partnerorganisation LECMA. Die ersten Forschungsergebnisse wurden nun in der Zeitschrift „Neurobiology of Aging“ veröffentlicht. 

Die Universität Bonn hat zu den Forschungsergebnissen eine Pressemitteilung verfasst.

11 Pharmaziestudenten aus Pakistan besuchen das Pharma-Zentrum Bonn

7. März 2014 – Im Rahmen einer DAAD-finanzierten Studienreise haben 11 Pharmaziestudentinnen und -studenten in Begleitung Ihres Hochschullehrers Prof. Dr. Jamshed Iqbal das Pharma-Zentrum Bonn besucht und sich über Master- und Promotionsprogramme des PZB informiert.
Der DAAD hat 11 Pharmaziestudentinnen und -studenten und Ihrem Betreuer Prof. Dr. Jamshed Iqbal aus dem COMSATS Institute of Information Technology in Abottabad, einer der führenden Privatuniversitäten Pakistans, eine 10-tägige Studienreise nach Deutschland ermöglicht. Zum Programm gehörten Besichtigungen von Universitäten, Forschungsinstituten und Pharmafirmen sowie ein kulturelles Rahmenprogramm in den Städten Göttingen, Berlin, Saarbrücken und Bonn.

In Bonn besuchten die Gäste das Pharmazeutische Institut und informierten sich über weiterführende Ausbildungsprogramme, die am Pharma-Zentrum Bonn angeboten werden. Dazu gehören der Masterstudiengang „Arzneimittelforschung / Drug Research“, den Prof. Dr. Gerd Bendas vorstellte, sowie das strukturierte Promotionsprogramm BIGS DrugS (vorgestellt von Prof. Dr. Michael Gütschow und Dr. Miriam Schlenk). Unterstützende Angebote für ausländische Studierende wurden vom Dezernat für Internationales (Michael Becker) vorgestellt. Abschließend erhielten die Studierenden aus Pakistan die Möglichkeit, an einer Führung durch chemische, pharmakologische und molekularbiologische Labore teilzunehmen.

Promotionspreise 2013

 

 

Universität Bonn: Bayer-Promotionspreis-Verleihung 2013.

Die Bayer Pharma AG hat am 27. Januar 2014 herausragende Doktorarbeiten mit dem Bayer-Promotionspreis 2013 ausgezeichnet.

Bereits seit 2009 vergibt die Bayer Pharma AG jährlich für herausragende Doktorarbeiten aus dem Pharma-Zentrum und dem LIMES Institut der Universität Bonn drei Promotionspreise, die jeweils mit 1500 € dotiert sind.

Verliehen wurden die Preise im Rahmen des Pharmazeutischen Kolloquiums, zu dem Prof. Dr. Stefano Moro für seinen Gastvortrag mit dem Titel „Bridging molecular docking with membrane molecular dynamics to investigate GPCR-ligand recognition“ eingeladen war.

Die Promotionspreise sind Bestandteil eines Kooperationsvertrags mit Bayer zur Förderung des wissenschaftlichen Austausches. Zusätzlich bietet diese Vereinbarung für Studierende und junge WissenschaftlerInnen Exkursionen zum Standort Wuppertal sowie Praktikumsplätze an den Forschungsstandorten Berlin und Wuppertal an. Derzeit werden darüber hinaus drei Doktorandenstipendien von der Bayer Pharma AG finanziert, die den DoktorandInnen zusätzlich einen Mentor aus dem Unternehmen zur Seite stellt.

Die Bayer-Promotionspreise 2013 gingen an:

 Bayer Promotionspreis 2013 Ottersbach

  • Dr. Philipp Aaron Ottersbach (Apotheker /  Diplom-Pharmazeut)
  • AK Gütschow, Pharmazeutische Chemie I
  • Titel der Dissertation: Investigations on Atropisomerism in Azadipeptides and Preparation of Conformationally Constrained Azadipeptides

 Bayer Promotionspreis 2013 Raulf

  • Dr. Alexandra Raulf (Molekulare Biomedizin / Diplom)
  • AK Fleischmann, Physiologie I
  • Titel der Dissertation: Visualisierung der Zellteilung in vitro und in vivo zur Charakterisierung von Zellzyklusaktivität in Herzmuskelzellen

 Bayer Promotionspreis 2013 Seibt

  • Dr. Benjamin Friedebert Seibt  (Apotheker /  Diplom-Pharmazeut)
  • AK Müller, Pharmazeutische Chemie I
  • Titel der Dissertation: A2B-Adenosin-Rezeptor-Homo- und Heterodimere

 Bayer Promotionspreis 2013 (Gruppenfoto)

1. Reihe (von links nach rechts): Prof. Dr. Christa E. Müller (PZB-Sprecherin), Dr. Monika Lessl (Bayer Pharma AG) und die drei Preisträger Dr. Philipp Aaron Ottersbach, Dr. Alexandra Raulf, Birgit Seibt (stellvertretend für Dr. Benjamin Friedebert Seibt, der derzeit in Australien forscht)

2. Reihe (von links nach rechts): PD Dr. Anke Schiedel (Pharmazeutisches Institut), Prof. Dr. Ivar von Kügelgen (Institut für Pharmakologie und Toxikologie, stellvertretend für Prof. Dr. Alexander Pfeifer, stellv. PZB-Sprecher), Prof. Dr. Stefano Moro (Pharmazeutisches Institut, Universität Padua, Italien), Prof. Dr. Christoph Thiele (LIMES-Institut, stellvertretend für Prof. Dr. Michael Hoch, Direktor LIMES Institut), Martin Seibt, Friedebert Seibt.

 

ZukunftErfindenNRW –

der Hochschulwettbewerb 2012

14. Januar 2013 – Das Bonner Team um die beiden PZB-Mitglieder Frau Prof. Dr. Evi Kostenis und Frau Prof. Dr. Christa Müller erhielt den mit 8.000 Euro für Forschungszwecke dotierten 3. Preis des Wettbewerbs. Sie haben einen innovativen Ansatz gefunden, um neuartige Arzneistoffe zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) zu entwickeln.

Die Arbeitskreise von Frau Prof. Dr. Evi Kostenis und Frau Prof. Dr. Müller verfolgen einen innovativen und vielversprechenden Ansatz zur möglichen Therapie von MS. Hierbei sollen inaktive Vorläufer der Oligodendrozyten dazu gebacht werden,  zu reifen und sich zu myelinproduzierenden Zellen weiterzuentwickeln. Die erzielten Forschungsergebnisse weisen darauf hin, daß sich so die Nervenscheiden erhalten oder sogar bereits geschädigte wieder aufgebaut werden könnten. Das pharmakologische Target dieser Therapieoption ist der Rezeptor „GPR17“, für den derzeit neuartige Arzneistoffe zur Behandlung von MS entwickelt werden.

ZukunftErfindenNRW

Das Foto zeigt (von links nach rechts): Dr. Stephanie Hennen, Prof. Dr. Evi Kostenis, Svenja Schulze (Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW), Prof. Dr. Christa E. Müller, Prof. Dr. Fohrmann (Rektor der Universität Bonn).

Die Universität Bonn und die Bayer Pharma AG unterzeichnen neuen Vertrag zum wissenschaftlichen Austausch und Sponsoring

17. Dezember 2012 – Die Universität Bonn mit dem Pharma-Zentrum Bonn (PZB) und dem LIMES Institut und die Bayer Pharma AG (Bayer) setzen ihre bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit fort und haben Ende letzten Jahres einen neuen Vertrag zum wissenschaftlichen Austausch und Sponsoring unterzeichnet. Ein weiterer Höhepunkt des Treffens am 17.12.2012 in Bonn war die Verleihung der von Bayer gesponserten Promotionspreise 2012 für herausragende Doktorarbeiten.

Bereits seit dem Jahr 2009 besteht eine Kooperation mit Bayer und wurde jetzt durch die Unterzeichnung eines neuen, bis 2015 geltenden Vertrages zum wissenschaftlichen Austausch und Sponsoring verlängert. Die beiden Sprecher des PZB, Prof. Dr. Christa Müller und  Prof. Dr. Alexander Pfeifer, der Direktor des LIMES Instituts Prof. Dr. Michael Hoch sowie Prof. Dr. Hanno Wild von Bayer unterzeichneten am 17. Dezember 2012 die neue Vereinbarung (siehe Foto 1).

Bayer Unterzeichnung 2. Kooperationsvertrag

Foto 1 (von links nach rechts): Prof. Dr. Michael Hoch (LIMES Institut), Prof. Dr. Hanno Wild (Bayer Pharma AG) und Prof. Dr. Christa Müller (Pharma-Zentrum Bonn) bei der Unterzeichnung des neuen Vertrages.

Im Rahmen dieses Vertrages wird Bayer in den kommenden drei Jahren Stipendien der Universität für Doktoranden und Post-Doktoranden sponsern und jedem Stipendiaten einen wissenschaftlichen Mentor aus der Bayer-Forschung zur Seite stellen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Praktikumsplätze an seinen Forschungsstandorten Wuppertal und Berlin an, und die Kooperationspartner treffen sich zum wissenschaftlichen Austausch im Rahmen von  Vorträgen, Tagungen und Symposien. Für herausragende akademische Dissertationen aus der Pharmaforschung und der Biomedizin werden zudem jährlich die von Bayer gesponserten Promotionspreise verliehen.

Während des Pharmazeutischen Kolloquiums am 17. Dezember 2012 wurden als Höhepunkt der feierlichen Veranstaltung durch Herrn Prof. Wild die Promotionspreise 2012 überreicht, die mit je 1500 € dotiert sind. Die Auszeichnungen gingen an die folgenden Preisträgerinnen: Dr. Wiebke Niebel (Arbeitskreis (AK) Prof. Dr. Alf Lamprecht, Pharmazeutische Technologie, Pharma-Zentrum Bonn), Dr. Anne-Katrin Turley (AK Prof. Dr. Michael Wiese, Pharmazeutische Chemie II, Pharma-Zentrum Bonn) und Dr. Anne Mai Wassermann (AK Prof. Dr. Bajorath, Chemoinformatics, Computational Medicinal Chemistry & Chemical Biology, LIMES Institut).

Bayer Promotionspreisverleihung 2012

Foto 2 (von links nach rechts): Prof. Dr. Hanno Wild (Bayer Pharma AG), Sabine Wassermann (stellvertretend für Dr. Anne Mai Wassermann, die zurzeit in den USA forscht), Dr. Anne-Katrin Turley, Dr. Wiebke Niebel.

 

 

Neues Pharmakologie-Graduiertenkolleg am Pharma-Zentrum Bonn

13. November 2012 - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Universität Bonn ein neues Graduiertenkolleg, das GRK 1873 „Pharmakologie von 7TM-Rezeptoren und nachgeschalteten Signalwegen“, ein. Es wird im Jahr 2013 starten und voraussichtlich insgesamt 18 Doktoranden aufnehmen.

Das GRK1873 ist thematisch fokussiert auf die  „Pharmakologie von 7TM-Rezeptoren und nachgeschalteten Signalwegen“. Hierbei soll die Erforschung pharmakologisch relevanter Signalwege im Hinblick auf Arzneimittelwirkungen und Krankheitsmechanismen im Mittelpunkt stehen. Die Forschungsarbeiten werden in einem interdisziplinären Team unter Beteiligung der Medizinischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sowie des Bonn-Aachen International Center for Information Technology) durchgeführt.

Mit der Einrichtung des Graduiertenkollegs soll der wissenschaftliche Nachwuchs durch die Qualifizierung von Doktoranden mit einem breit aufgestellten Konzept gefördert werden. Ziel ist eine interdisziplinäre und internationale Ausrichtung. Internationale Partner kommen aus den USA, aus Japan und aus Schottland und bieten den Doktoranden des GRK1873 die Möglichkeit von Auslandsaufenthalten.

Sprecher ist Prof. Dr. Alexander Pfeifer, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie, Medizinische Fakultät, Vizesprecher Prof. Dr. Klaus Mohr, Pharmazeutisches Institut, Pharmakologie & Toxikologie, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.

Preis für die beste Masterarbeit der Universität Bonn

22. Oktober 2012 – Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie hat Mohamad Wessam Alnouri den Preis für die beste Masterarbeit der Universität Bonn verliehen.

In der Masterarbeit mit dem Titel „Species differences of adenosine receptors: cloning, expression and pharmacological studies at human, rat and mouse subtypes“ wurden herausragende Ergebnisse zu pharmakologischen und biochemischen Untersuchungen an Adenosinrezeptoren und deren Varianten in verschiedenen Spezies präsentiert. Der Preis wurde von der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie verliehen und war mit einem Büchergutschein von 150 € und einer einjährigen Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie dotiert. Der Preis wurde im Rahmen des Pharmazeutischen Kolloquiums von Frau Privatdozentin Dr. Gerhild van Echten-Deckert, der Kontaktperson der Gesellschaft an der Universität Bonn, im Beisein ihrer Vorgängerin im Amt, Frau Prof. Brigitte Schmitz, überreicht.

Die Masterarbeit wurde von der PZB-Sprecherin Frau Prof. Dr. Christa E. Müller (Pharm. Chemie I, Pharmazeutisches Institut) betreut.

Pharmaforschung und Patentlaufzeit – ein Interview bei der Deutschen Welle

 

22. Oktober 2012 – Die Deutsche Welle hat die Sprecherin des Pharma-Zentrums Bonn, Frau Prof. Dr. Müller, zu einem Radiointerview eingeladen. Der Beitrag lief in der Wissenschaftssendung „Spectrum“.

Für die pharmazeutische Industrie sind harte Zeiten angesagt: Patente laufen aus und grosse Unternehmen verlieren Millionen an Profit. In der Folge werden deutlich weniger finanzielle Mittel in neue Forschungsprojekte investiert.

Frau Prof. Dr. Müller spricht zu diesem Thema in einer Radiosendung. Die Deutsche Welle stellt den Beitrag online zur Verfügung (Link zum Artikel).

Forschergruppe „Nanopartikel“ wird bis 2016 verlängert und erhält 2 Mio. € Förderung

4. Oktober 2012 - Die DFG FOR 917  „Targeting von Gen- und Zellbasierten Therapien mittels Magnetischer Nanopartikel“ wurde um 3 Jahre verlängert. Zusätzliche 2 Mio. € Fördermittel wurden hierbei zugesagt.

Seit 2009 arbeiten in der DFG FOR 917 Wissenschaftler des Pharma-Zentrums Bonn  in Kooperation mit Arbeitsgruppen in München und Berlin. Die Forschungsthematik fokussiert sich dabei auf magnetische Nanopartikel, die Gene und Zellen genau dort im Körper platzieren können, wo sie benötigt werden. Ziel dieses Targeting ist es, Therapien effizienter zu machen und unerwünschte Wirkungen reduzieren zu können. Aufgrund der bisher vorgewiesenen Forschungserfolge wurde die Forschergruppe um drei Jahre verlängert und weitere finanzielle Mittel in Höhe von 2 Mio. € bewilligt. Die DFG FOR 917 besteht aus akademischen Partnern: Pharma-Zentrum Bonn (Prof. Dr. med. Alexander Pfeifer, Prof. Dr. med. Bernd Fleischmann), Universität Bonn (Dr. med. Georg Nickenig, Dr. med. Diana Wenzel, PD Dr. med. Nikos Werner), TU München (Dr. rer. nat. Martina Anton, Dr.-Ing. Bernhard Gleich, PD Dr. rer. nat. Christian Plank, Prof. Dr. rer. nat. Bernhard Wolf), LMU München (PD Dr. med. Florian Krötz), Physikalisch-Technische Bundesanstalt Berlin (Prof. Dr. rer. nat. Lutz Trahms), Deutsche Sporthochschule Köln (Prof. Dr. med. Wilhelm Bloch).

Die DFG FOR 917 wurde federführend den beiden Mitgliedern des Pharma-Zentrums Bonn Prof. Dr. Alexander Pfeifer (Institut für Pharmakologie und Toxikologie, stellvertretender Sprecher des Pharma-Zentrums Bonn)  und Prof. Dr. Bernd Fleischmann (Institut für Physiologie I, Vorstandsmitglied des Pharma-Zentrums Bonn) sowie PD Dr. rer. nat. Christian Plank (TU München) eingeworben. Prof. Dr. Alexander Pfeifer ist Sprecher der DFG FOR 917, Prof. Dr. Bernd Fleischmann ist stellvertretender Sprecher.

Forscher sehen lebenden Zellen bei der Teilung zu

25. September 2012 - Prof. Dr. Bernd Fleischmann und seine Mitarbeiter nutzten hierfür das Protein Gerüstprotein Anillin, das in Abhängigkeit von der Phase Zellzyklus in unterschiedlichen Zellkompartimenten  lokalisiert ist. Zur Detektion des Proteins Anillin koppelten sie dessen Gen mit dem Gen des Farbstoffs „grün fluoreszierendes Protein“ (GFP). Nachdem sie das Konstrukt in Zellen einbracht hatten, konnten sie die Zellteilung „live“ unter dem Mikroskop verfolgen. Diese Untersuchungen wurden an verschiedenen Zelltypen wie embryonalen Stammzellen, Leberzellen und Nervenzellen durchgeführt sowie an gentechnisch veränderten Mäusen, die einen Herzinfarkt erlitten hatten. Die Ergebnisse dieser Experimente liefern wertvolle Informationen bei der Bewertung regenerativer Prozesse, wie sie beispielsweise nach einem Herzinfarkt von Bedeutung sind.

Neben Prof. Dr. Bernd Fleischmann waren Prof. Dr. Armin Welz, Prof. Dr. Alexander Pfeifer und Prof. Dr. Christian Steinhäuser als Wissenschaftler des Pharma-Zentrums Bonn an den Forschungsarbeiten beteiligt und haben Ihre Ergebnisse am 25. September 2012 in der Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Neuroallianz-Konsortium mit insgesamt 40 Mio. € gefördert

Am 15. Juni 2012 wurde das Neuroallianz-Konsortium zwischenevaluiert. Hierbei wurden weitere 15 Mio. € für die zweite Förderperiode bewilligt.

Im Rahmen der BioPharma-Initiative Deutschland hat das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) angekündigt, zusätzlich weitere 15 Mio. € an Fördermitteln für die Neuroallianz zur Verfügung zu stellen.

Diese zusätzliche Förderung folgt der positiven Meinung des BMBFs über die Leistung des Konsortiums innerhalb der letzten drei Jahre. Das BMBF honorierte hier die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen akademischen Einrichtungen und Industriekooperationspartnern. Seit der Gründung im Jahre 2009 wird damit das Neuroallianz-Konsortium insgesamt eine Fördersumme von 40 Mio. € erhalten. Das Neuroallianz-Konsortium konzentriert sich auf die Forschung und Entwicklung von innovativen Therapeutika und Diagnostika zur Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen. Das Konsortium umfasst eine strategische Partnerschaft unter öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen, Biotechnologiefirmen und der pharmazeutischen Industrie. Die akademischen Partner des Neuroallianz-Konsortiums sind: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, LVR-Klinikum Essen/Universität Duisburg/Essen, Research Center Jülich GmbH, Fraunhofer Institute SCAI. Die Industriepartner des Neuroallianz-Konsortiums sind: UCB Pharma GmbH, IBL International, Life&Brain GmbH. Die Universität Bonn ist der führende akademische Partner des Verbunds.

Das Neuroallianz-Verbundprojekt wurde federführend von Mitgliedern des Pharma-Zentrums Bonn, Prof. Dr. Christa E. Müller (Pharmazeutische Chemie, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Uni Bonn) und Prof. Dr. Alexander Pfeifer (Pharmakologie & Toxikologie, Medizinische Fakultät, Uniklinikum Bonn) eingeworben.

 

Beitrag über die Neuroallianz bei biotechnologie.tv

Ein kurzer Beitrag über das Konsortium Neuroallianz findet sich auf der Seite der Informationsplattform Biotechnolgie.de (BMBF).

Neue Mitglieder im Pharma-Zentrum Bonn

15. Mai 2012 - Durch Beschluss des Zentrumsrates wurden Frau Prof. Dr. Diana Imhof und Herr Prof. Dr. Ivar von Kügelgenals vollwertige Mitglieder in das Pharma-Zentrum aufgenommen.

Eurostars Projekt der EU „Thiopep DMR“

6. März 2012 - Prof. Dr. Evi Kostenis aus der Pharmazeutischen Biologie erreichte von 293 Bewerbern den 1. Platz bei Ihrer Teilnahme am Eurostars Projekt der EU.

Erstmalig nahm mit Frau Prof. Dr. Evi Kostenis ein Mitglied der Universität Bonn teil am Eurostars Projekt der EU, das kleinen und mittelständische Unternehmen und Universitäten eine Fördermöglichkeit bietet. Die Förderung erfolgt aus nationalen Mitteln und Mitteln der Europäischen Kommission. Hierfür stellen die Eurostars-Mitgliedstaaten für die Laufzeit von sechs Jahren insgesamt ca. 300 Mio. € zur Verfügung; die Europäische Kommission stockt diesen Betrag um weitere 100 Mio. € auf. Innerhalb Deutschlands werden für das Förderprogramm jährlich 5 Mio. € bereitgestellt.

Unter den 293 Bewerbern belegte Frau Prof. Dr. Evi Kostenis den 1. Platz. Bei dem Projekt mit dem Titel „Thiopep DMR“ arbeitet Frau Prof. Dr. Evi Kostenis in Kooperation mit dem niederländischen Biotech-Unternehmen Lanthio Pharma. Die Forschungsarbeiten fokussieren sich auf die Herstellung und biologische Testung von peroral verfügbaren Peptiden als Arzneistoffe, die zur Therapie von Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus angewendet werden können.

FFARMED – metabolische Erkrankungen und Fettsäurerezeptoren

1. Januar 2012 - Seit dem 01.01.2012 laufen im Arbeitskreis von Frau Prof. Dr. Evi Kostenis die Arbeiten innerhalb des europäischen Verbundprojektes FFARMED.

Das europäische Verbundprojekt FFARMED wurde vom Hauptantragsteller Assoc.-Prof. Dr. Trond Ulven (University of Southern Denmark, Dänemark) beim Dänischen Rat für Strategische Forschung beantragt. Für FFARMED wurde ein Fördervolumen von insgesamt 2,3 Mio € bewilligt. Der offizielle Projektbeginn war der 01.01.2012.

Aus dem Pharma-Zentrum Bonn ist Frau Prof. Dr. Evi Kostenis (Pharmazeutische Biologie) eine Teilnehmerin des FFARMED Verbundprojektes. Im Rahmen von FFARMED sollen die Effekte von Nahrungsmitteln bei metabolischen Erkrankungen in Zusammenhang mit Fettsäurerezeptoren auf molekularer Ebene untersucht werden.

 

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